Wissenschaftler will Antje klonen

Wissenschaftler will Antje klonen

Es wäre eine Wiederauferstehung, die in die Geschichte einginge: Nach GramS-Informationen plant ein US-Wissenschaftler, die 2003 verstorbene Walrossdame Antje zu klonen!

Der US-Genforscher Mark Westhusin von der Texas University hatte erst vor knapp zwei Wochen für Aufregung gesorgt, als er ankündigte, Eisbär Knut klonen zu wollen. Das „Project Knut“, wie der Forscher sein Vorhaben nennt, sei bereits erfolgreich angelaufen. „Wenn alles gut läuft, werden die Berliner ihren Zoo-Liebling schon bald wieder bewundern können“, sagt Westhusin. Und jetzt Antje?

„Das Project Knut ist sehr kostenintensiv und zeitaufwendig“, sagt der Forscher. „Sollte es jedoch wirklich gelingen, wäre es ein Leichtes, auch Antje in die Forschungsreihe aufzunehmen.“ Bereits 2003 war es Westhusin gelungen, einen Hirsch zu klonen.

Antje, Besucherliebling im Tierpark Hagenbeck und jahrelanges Maskottchen des NDR, war 2003 im Alter von 27 Jahren gestorben. Tausende Hamburger trauerten damals um die Walrossdame. Eine Wiederauferstehung könnte dem Tierpark große Summen in die Kassen spülen.

Nach GramS-Informationen will Genforscher Westhusin bereits Anfang Mai nach Hamburg kommen, um Antje zu untersuchen. Nach ihrem Tod wurde ihr Körper konserviert, ist seitdem im Zoologischen Museum zu besichtigen.
Die große Herausforderung bei dem Klon-Versuch: Normalerweise lässt sich klonbares Erbgut lediglich bis zu drei Jahre nach dem Tod eines Lebewesens entnehmen (außer, es wurde in Eis konserviert). „Bei Antje haben wir allerdings den Vorteil, dass das Knochenmark in den Stoßzähnen durch die dicke Hornschicht geschützt ist“, sagt Westhusin. Die Chancen stehen also gut!

Der Tierpark Hagenbeck hat den Klon-Auftrag bisher nicht bestätigt. Allerdings soll dort im April das Eismeer – eines der tiefsten Tauchbecken weltweit – Eröffnung feiern. Und wer weiß? Vielleicht ist für den Antje-Klon schon ein Plätzchen reserviert.


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